Weißanstrich an Stämmen der Obstbäume 

 

Ein strenger Winter mit sehr niedrigen Temperaturen im Februar kann es an den Stämmen der Obstbäume Frostrisse verursachen. An sonnigen Tagen erwärmt sich der dunkle Stamm, der Saft steigt nach oben. In der Nacht kommt es zu starken Frösten, der Saft gefriert und sprengt die Borke.

Durch den Weißanstrich werden die Wärmestrahlen zurückgeworfen und der Stamm heizt nicht so stark auf. Der Weißanstrich sollte bereits im November an einem trockenen Tag angebracht werden. Die Weißanstrichpaste kann in Baumärkten erworben werden. („Dr. Stähler Weißanstrich“, „Dehner Weißanstrich“, „Neudorf Bio-Baumanstrich“.

Stippigkeit bei Äpfeln 

 

Die Stippigkeit bei Äpfeln kann man als physiologische Störung bezeichnen. Die braunen Flecken werden durch Calciummangel verursacht und schmecken bitter. Oft ist diese Erscheinung auch Sortenbedingt. Ein zu starker Rückschnitt im Frühjahr oder Calciummangel im Boden kann ebenfalls die Ursache sein. Bei längerer Trockenheit im Frühjahr ohne ausgewogene Wasserversorgung, kann der Baum kein Calcium aufnehmen, ist ein weiterer Faktor zur Stippigkeit.

Richtig gießen um Wasser zu sparen 

 

Um Wasser zu sparen, ist es auch wichtig Regenwasser zu speichern.

Giesen am Morgen, der Boden ist abgekühlt und nimmt das Wasser ohne Verdunstung auf. Giesen am Abend nach Sonnenuntergang ist ebenfalls zu empfehlen, wenn die Pflanzen noch trocken in die Nacht gehen. Bei trockenen Pflanzen ist die Möglichkeit einer Infektion durch Pilzkrankheiten gebannt.

Um die Pflanzen richtig mit Wasser zu versorgen muss auch richtig gegossen werden. Nach Möglichkeit sollte der Boden im oberen Bereich von 20-30 cm immer feucht sein, aber nicht nass. Um das zu erreichen muss tiefgründig gegossen werden.

Es gibt eine Faustregel, dass: 10 Liter Wasser auf den Quadratmeter ca. 10 cm in den Boden eindringen. Das heisst: wenn der Boden bis 30 cm tief feucht sein soll, müssen 30 Liter Wasser ausgebracht werden. Bei ausreichend Feuchtigkeit treibt die Pflanze ihre Wurzeln in die Tiefe und kann bei Trockenheit bis zu drei Tage ohne Bewässerung durchhalten. Durch das kräftige Giesen ist der Boden verschlämmt und muss gehackt werden, damit er wieder atmen kann.

Mit der Fingerprobe kann man testen wie weit die Bodenoberfläche abgetrocknet ist, und wie viel Wasser nachgegossen werden muss.

Eine Bodenuntersuchung ist die Grundlage für eine richtige Düngung 

 

Zu viele oder nicht auf den Boden abgestimmte Düngergaben belasten nicht nur die Natur (und Geldbeutel!), sondern wirken sich auch ungünstig auf das Pflanzenwachstum aus. Nur wer weiß, welche Nährstoffverhältnisse in seinem Gartenboden vorliegen, kann die Düngung richtig bemessen. Voraussetzungen für eine sachgemäße Düngung bieten da die Ergebnisse einer Bodenuntersuchung.

Die Standartuntersuchung beinhaltet in der Regel die Bestimmung des Phosphat- und Kaligehaltes und des Kalkbedarfs (pH-Wert).

Der richtige Zeitpunkt im Jahr ist der späte Herbst oder das zeitige Frühjahr und sollte alle 3 – 5 Jahre durchgeführt werden. Der Boden darf vor der Entnahme nicht gedüngt sein. 

Die Bodenproben werden nur von einheitlichen Flächen genommen. Für Gemüsegarten, Beerenobstfläche, Rasenflächen usw. 

10 – 15 Einstiche pro Fläche, gleichmäßig verteilt, sind erforderlich. Am einfachsten ist die Probenahme mit einem Bohrstock, der bei den Gartenfachberatern ausgeliehen werden kann

Die mit dem Bohrstock entnommene Menge wird in einem Eimer gesammelt und gut durchgemischt. Von der Mischung entnimmt man ca. 500 g und gibt sie in einen beschrifteten Gefrierbeutel. Sehr nasse Bodenproben lässt man ein bis zwei Tage stehen, bevor man sie in einem Papierbeutel verschickt. 

Auf dem Beutel sind mit einem wasserfesten Stift unbedingt die Adresse, die Nutzungsart und die gewünschte Untersuchung zu vermerken. (folgen Sie dem Link der LWG (Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau) zum Formular für den Untersuchungsauftrag für Bodenproben).

Alternativer Zwiebelanbau

 

Speisezwiebeln haben sich in der Küche unentbehrlich gemacht und beanspruchen deshalb den ihnen gebührenden Platz im Garten. Für den Start, gesät oder gesteckt, gilt seit altersher der 21. März. Gesäte Zwiebeln eignen sich besonders gut zum Lagern, wenn man sie ausreifen lässt, also die Blätter nicht vorzeitig umknickt und erst erntet, wenn sie mindestens zu zwei Dritteln vergilbt und verwelkt sind.

Schöne gleichgroße Zwiebeln kann der Hobbygärtner aber nur ernten, wenn nicht Schaderreger die Zwiebelkultur beeinflussen oder gar zerstören. Falscher Mehltau ist eine gefürchtete Pilzkrankheit, die eine ganze Kultur zerstören kann. Um dieser Krankheit zu begegnen, sollte man sich auf Zwiebelsaat umstellen. Experten haben herausgefunden, dass die Steckzwiebeln bereits mit den Pilzsporen infiziert sein können

Die Zwiebelpflanzen können bereits Anfang März im Frühbeet oder Gewächshaus vorgezogen werden. Man nimmt Torftöpfchen füllt sie mit Aussaaterde, gibt je nach Größe des Torftöpfchens 3-5 Saatkörner hinzu, bedeckt sie Aussaaterde. Die Saatkörner sollten möglichst am Rand eingesetzt werden denn sie werden nicht pikiert. Mitte bis Ende April pflanzt man die Töpfe im Abstand von ca. 30 cm auf dem Beet aus und deckt die Kultur mit Frostschutzvlies ab. 

Anfang Mai wird das Frostschutzvlies durch ein Insektenschutznetz (Maschenweite 0.8 mm x 0,8 mm) ersetzt. Schadinsekten haben dann keine Möglichkeit die Zwiebeln zu befallen.

Bei einem Versuch im Jahr 2007 hatte ich Zwiebeln bis zu einer Größe von 8-10 cm Durchmesser. Es wurden Torftöpfchen von 7 cm Durchmesser verwendet und mit je 3 Samenkörner besetzt.