Gartenarbeiten im Juli

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Ziergarten:

  • Der Juli ist der Monat, für die Aussaat zweijährige Stauden. Stiefmütterchen, Bartnelken, Fingerhut, Goldlack, Marienglockenblumen und viele andere. Für die Aussaat sollten Sie ein geschütztes Beet, Frühbeet oder Gewächshaus vorbereiten. Der Samen dürfen während der Keimung nicht austrocknen.
  • Remontierende Stauden wie Rittersporn oder Wiesensalbei, sollten Sie nach der Blüte rechtzeitig auf 30 cm zurückschneiden. Sie werden dann nach noch einmal blühen. Wichtig ist nach dem Rückschnitt düngen und wässern.
  • Eine lange anhaltende Regenperiode kann den Rosen schaden. Es können Pilzkrankheiten wie Sternrußtau, Falscher Mehltau oder Rosenrost auftreten. Um diesem Befall vorzubeugen, sollten Sie alle 10 Tage vorbeugend gegen diese  Pilzkrankheiten spritzen.
  • Die erste Rosenblüte geht nun zu Ende. Verblühte Rosenblüten müssen rechtzeitig abgeschnitten werden. Schneiden Sie diesen Blütenstand bis auf ein vollständiges, fünffiedriges Laubblatt zurück, denn aus dieser Blattachsel wird wieder ein schöner Blütentrieb herauswachsen.
  • Der Monat Juli ist auch die Zeit für eine 2. Düngung der Rosen.

 

Gemüsegarten:

  • Anfang des Monats kann noch Endiviensalat ausgesät werden. Anfang August werden diese Pflanzen im Abstand von 30 X 30 cm auf das Beet gepflanzt.
  • Sommersalate können Sie jetzt noch pflanzen.
  • Starkzehrende Gemüsearten wie Sellerie, Stangenbohnen und Kohlarten wie Rosenkohl und Winterkohl sind für eine Kopfdüngung dankbar, denn sie befinden sich in der Hauptwachstumszeit und benötigen vor allem Nährstoffe und Wasser. Empfehlenswerter Volldünger: 30g/m Compo Naturdünger.
  • Buschbohnen können jetzt noch horstweise, je 6 Korn im Abstand von 40 cm gelegt werden.
  • Kopfsalat kann noch den ganzen Juli über gepflanzt werden. Kohlrabi können Sie ebenfalls noch pflanzen.

 

Obstgarten:

  • Juli ist die Zeit des Sommerschnittes. Zu Beginn des Monats ist es Zeit für den Sommerriss und der Fruchtausdüngung. Krautige Triebe, die nicht zum Aufbau oder zur Fruchtholzneubildung benötigt werden, können gerissen werden. Zu dicht stehende, Triebe und Ständertriebe, werden nicht geschnitten, sondern mit der Hand herausgerissen.
  • Nach dem Junifall müssen überzählige und zu dicht stehende Früchte ausgedünnt werden. Das Ausdünnen bei Äpfeln und Birnen bewirkt eine bessere Fruchtqualität. Außerdem werden befallene und beschädigte Früchte entfernt.
  • Der eigentliche Sommerschnitt beginnt erst Ende Juli Anfang August. Es werden zu dicht stehende Triebe herausgeschnitten, die zum Aufbau nicht benötigt werden. Steinobstbäume können bei, oder nach der Ernte geschnitten werden. Zu starker Auslichtungsschnitt erzeugt allerdings einen erneuten starken Austrieb.
  • Ende Juli bis spätestens Anfang August sollten Erdbeeren gepflanzt werden. Das Beet wird tiefgründig gelockert und mit 5 Liter Kompost je m² verbessert. Nach drei Wochen wird noch ein Volldünger verabreicht. Im Frühjahr sollten Sie dann keinen Dünger ausbringen.
  • Stachel- und Johannisbeeren werden nach oder bei der Ernte geschnitten. Man schneidet die Ältesten Triebe, zu erkennen an der dunkelsten Farbe, heraus. Alle Schwache und am Boden liegende Triebe werden ebenfalls abgeschnitten. Junge, starke Triebe bleiben als Ersatz Stehen.
  • Nachdem bei Stachelbeeren der Stachelbeermehltau im Frühjahr auftreten kann sollten Sie alle Triebe um 10 cm einkürzen. Denn der Stachelbeermehltau überwintert auf den Triebspitzen des Strauches.
  • Nachdem die Kirschen in der Reifezeit keinen Regen vertragen, sollten Sie die Kirschen rechtzeitig ernten. Die Früchte platzen auf und faulen.
  • Bei anhaltender Trockenheit sollten Sie schwachwüchsige Obstbäume wässern. Legen sie den Schlauch in den Wurzelbereich und lassen Sie das Wasser eine halbe Stunde schwach laufen lassen.

Fachberater G. Kreß